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3-tägige Radausfahrt  Freitag 19.06.2009 bis Sonntag 21.06.2009
Schwäbische Alb – Härtsfeld / Neresheim – Nördlingen – Altmühltal – Eichstätt – Kehlheim – Donaudurchbruch bis zum Kloster Weltenburg

 

1740 schrieb Matthias Claudius in einem Lied „Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen ...". Über die Radausfahrt 2009 der Ausgleichssportler kann nicht nur etwas erzählt, es könnten Bücher gefüllt werden. In diesem Jahr überschlugen sich (leider) nicht nur die schönen Ereignisse der Fahrt. Die technischen Defekte verschiedenster Art waren noch locker wegzustecken, der folgenschwere Sturz eines Sportkameraden der in einem Krankenhausaufenthalt endete war dann doch nicht so leicht zu verdauen. Wir wünschen unserem Sportkameraden von dieser Stelle noch einmal alles Gute und eine schnelle Genesung.

Pünktlich wie immer machten sich in diesem Jahr 21 Radler vom Clauss-Hof in Richtung Osten auf. In Deizisau begann die oben erwähnte Pannenserie mit einem klassischen Abstieg über den Lenker der zum Glück mit einer Top-Haltungsnote fehlerfrei gestanden wurde. Der weitere Tourverlauf führte über Plochingen hinein in das Filstal in Richtung Göppingen, Süssen bis Donzdorf. In Donzdorf bogen wir ab in das Lautertal vorbei an Grünbach bis Lautertal-Weißenstein. Ab sofort stand Schieben auf dem Programm. An dem kurzen steilen Anstieg hinauf auf die Schwäbische Alb war an Fahren nicht zu denken. Selbst unsere Hardcore-Fahrer mussten entkräftet nach kurzer Strecke aufgeben. Wer glaubte nach den geschafften Höhenmetern „auf der Alb" zu sein wurde eines Besseren belehrt denn erst noch musste der Kriegsburren umrundet und die nicht enden wollende Strasse nach Böhmenkirch erklommen werden. Die anschließende Mittagseinkehr im Lamm war mehr als verdient. Die Fahrt führte weiter über die Albhochfläche durch wunderschöne Trockentäler bis Heidenheim. Vor uns lag das Härtsfeld, eine Hochfläche der Schwäbischen Alb. Die Region liegt zwischen Aalen, Nördlingen, Heidenheim an der Brenz und Neresheim. Diese eher karge, gering besiedelte Hochfläche wurde durch schöne Täler und Waldgebiete bis Neresheim durchquert. Neresheim wirbt mit seiner Gastlichkeit zwischen Kloster und Wacholderheide. Die auf alamannischem Siedlungsgrund am Fuße des Ulrichsbergs gelegene ehemalige königlich-württembergische Oberamtsstadt wurde im Jahre 1095 erstmals urkundlich erwähnt. Wir besichtigten die spätbarocke Abteikirche der Benediktinerabtei und stärkten uns im Klosterkaffee für die letzte Etappe auf leicht abschüssigem Gelände nach Nördlingen. Kurz vor Nördlingen gab es den Super-Gau aller Pannen, einen Rahmenbruch. Zum Glück brach der Rahmen an einem Anstieg und nicht auf einer der häufigen Gefällstrecken. Jetzt erwies sich unser Begleitfahrzeug mal wieder als Retter in der Not. Rad und Fahrer konnten die letzten Kilometer bis Nördlingen im Auto zurücklegen. Werner, an Dich noch mal ein herzliches Dankeschön für Deine Dienste auf der Tour, wir können es uns nicht mehr ohne Begleitfahrzeug vorstellen. In Nördlingen übernachteten wir in der „Sonne", direkt neben der 1427–1505 erbauten gotischen St.-Georgs-Kirche mit dem berühmten Wahrzeichen, dem rund 90 Meter hohen Kirchturm der Daniel genannt wird. Nördlingen liegt im Nördlinger Ries, dem Einschlagskrater eines Meteoriten, der vor 15 Millionen Jahren in die Alb eingeschlagen ist. Der Krater hat einen Durchmesser von 23 Kilometer; sein Rand ist ringsum als Hügelkette deutlich sichtbar.

Am nächsten Morgen ging die Fahrt nach einer Stadtrundfahrt auf den Rädern weiter durch die flache Rieslandschaft bis zur Fuchsienstadt Wemding. Wemding hat wie auch Nördlingen eine komplette mittelalterliche Stadtbefestigung um die historische Altstadt. Die Fuchsie findet man in Wemding häufiger als anderswo. Wo immer es geht, wird ihr in den städtischen Anlagen der Vorzug gegenüber anderen Blumen gegeben. Und das hat einen guten Grund: Sie erinnert durch ihren Namen an einen der großen Söhne Wemdings, den Botaniker Leonhart Fuchs. Eine Besonderheit ist die Fuchsienpyramide auf dem Marktplatz. Sie ist ca. 5 m hoch mit 140 Blumenkästen und insgesamt 800 Fuchsienpflanzen bepflanzt. Auf dem Wemdinger Eisplatz durften wir die Künste unseres mitgereisten „Kochs" erleben. Manfred hatte doch tatsächlich einen halben Supermarkt dabei und überraschte uns mit feinen Häppchen, herzhaften Schnittchen und Gemüse. So gestärkt war es allen ein Leichtes die nächste Etappe über Monheim hinunter in das idyllische Altmühltal zu bewältigen. Eigentlich muss es lauten fast allen, denn das eigens aus Berkheim angelieferte Ersatzfahrrad für den Rahmenbruch erwies sich als etwas pannenanfällig. Nach Reifenpanne, Schaltproblemen und einem ausgerissenes Pedal musste Wolfgang endgültig die Tour beenden. Nächstes Ziel war der „Mittelpunkt des Naturparks Altmühltal „ die Barock-, Bischofs- und Universitätsstadt Eichstätt. Der Residenzplatz zählt zu den schönsten Plätzen Deutschlands. Es blieb ausreichend Zeit zur Besichtigung des Doms und einer anschließenden Stärkung, bevor wir uns zum letzten Teilstück dieser 105 km langen Tagesetappe nach Böhming bei Kipfenberg aufmachten. Im Gasthof „Römer-Castell" bezogen wir Quartier.

Am dritten und letzten Tag der Radausfahrt stand eine lockere Etappe auf dem Programm. Die Fahrt durch das Altmühltal mit seiner herrlichen Flusslandschaft führte vorbei an vielen malerischen Orten. Ob Beilngries, Riedenburg oder Essing, über jeden Ort könnte man seitenweise schreiben. Das mittelalterlich anmutende Essing ist ein wahres Kleinod im Unteren Altmühltal. An die steil und zerklüftet aufragenden Felsen zwängt sich ein malerisches Häuserensemble, bewacht vom Bergfried der einstigen Burg Randeck. Eine Besonderheit des Ortes sind die beiden Holzbrücken. Die historische, denkmalgeschützte 46 m lange „Bruck" mit ihrem Brückenturm und Europas längste Holzbrücke. Wie ein urzeitlicher Drache windet sie sich über die zum Main-Donau-Kanal ausgebaute Altmühl. Bis Kehlheim, dem Ziel unserer Radausfahrt war es nicht mehr weit. Wir erreichten bei sanften Sonnenschein die Schiffsanlegestelle an der Donau. Ca. 300 km haben wir in den drei Tagen abgeradelt, bis auf den ersten Tag, der leicht feucht war hatten wir trockenes Radelwetter bei knappen 20° C. In Kelheim stiegen wir auf das Schiff um und fuhren durch den Donaudurchbruch zum Kloster Weltenburg, direkt an der Donau gelegen. Zum Abschluss der Tour gab es eine zünftige Einkehr in der Brauereigaststätte. Wie immer wurden wir auch an dieser 15. Radausfahrt des Ausgleichssports durch einen Bus abgeholt. Einen besonderen Dank möchten wir noch unserem Guide Günter Werner für Planung und Führung der Tour aussprechen. Wir sind wie immer gespannt auf nächstes Jahr aber dann ohne eine solche heftige Pannenbilanz.

© Peter Pahl

 

 

 

GPS Wegstrecke der Radtour

 

Gruppe Weltenburg

   

  

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Fotos: Werner Kusterer, Peter Pahl, Jürgen Reutter

 

Streckendetails 

Termin und Teilnehmer

 

Gefahren am 19. - 21.Juni 2009
21 Radler vom Ausgleichssport TSV Berkheim mit einem Begleitfahrzeug

Wetter: Freitag leicht feucht, Wochenende Trocken, teilweise sonnig 

 

Gesamtlänge

 

Drei Etappen mit einer Gesamtlänge von 294 km

Esslingen - Nördlingen 120 km

Nördlingen - Böhming 105 km

Böhming - Kehlheim 79 km

 

Start und Ziel

 

Abfahrt in Esslingen

Rückfahrt mit Bus und Radanhänger vom Kloster Weltenburg

 

Schwierigkeitsgrad

 

Die Streckenführung erfolgte hauptsächlich auf Radwegen und auf einigen wenig befahrenen

Nebenstrassen.

Heftiger Anstieg auf die Alb. Weliges Gelände, Steigungen im Härtsfeld

 

Kartenempfehlung

 

Radwanderkarten des Landesvermessungsamtes Baden-Württemberg

Blatt 55 Stuttgart und Umgebung

Blatt 56 Ostalb

Altmühltal Radwanderkarte

 

Höhenprofil

ra09hoehe t1

 

 

ra09hoehe t2

ra09hoehe t3

GPS Download

 

Tourdaten in gpx
Tourdaten in kml

 

Übernachtung

 

Nördlingen: Kaiserhof-Hotel Sonne mitten in der Altstadt. Übernachtung Frühstück. Abstellschuppen für die Räder vorhanden. Kein Restaurant.

Kipfenberg-Böhming: Gasthaus Römer-Castell. Ruhige Lage, herrlicher Blick vom Balkon (siehe Panorama). Räder im ehemaligen Kuhstall abgestellt.

 

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3-tägige Wanderung über den Deutschen Weinwanderweg

Freitag 08.05.2009 bis Sonntag 10.05.2009

Riesling, Grauburgunder, Portugieser, Dornfelder und Co. Das Weinland Pfalz hat sich von der gemütlich schunkelnden „Schoppen-Provinz" zum Erzeuger von Spitzenprodukten auf dem deutschen Weinmarkt gemausert. In diesen von der Sonne verwöhnten Landstrich entlang der deutschen Weinstrasse hat uns unser Guide Gerhard Fauser in diesem Jahr geführt.

Neun Sportkameraden machten sich am ersten Tag der dreitägigen Wanderung frühmorgens auf, den Startort der Wanderung Edenkoben mit Bus und Bahn zu erreichen. Die Anfahrt mit viermaligem Umsteigen war schon ein erstes Highlight. Von Edenkoben ging die Tour durch die ersten Weinanbaugebiete hinüber in das malerische Örtchen St. Martin. Der Weinort mit Tradition schmiegt sich malerisch an die Hänge des Pfälzer Waldes und ist ein Genuss für Augen und Gaumen. Jedes zweite Haus beherbergt eine Winzerfamilie und läd zum Probieren, Genießen und natürlich Einkaufen ein. Im Wein & Sekthaus Aloisiushof konnten wir uns von der Qualität des Pfälzer Weinhandwerkes ein erstes eigenes Bild machen. Der weitere Weg führte vorbei am Hambacher Schloss in das Städtchen Hambach. Ziel war das Weingut Nickel-Kaiserstuhl in der Weinstrasse, welchen unser Guide für uns als „Vesperstation" ausgesucht hatte. Nach Spießbraten, Wust und Wecken strebten wir dem nächsten Abschnitt der Wandertour an, Neustadt an der Weinstrasse. Der Wanderweg führte quer durch die historisch-romantische Altstadt mit ihren vielen Brunnen direkt zum Marktplatz. Das obligatorische Gruppenfoto wurde vor dem Elwetritschenbrunnen von Gernot Rumpf aufgenommen.

(Die Elwetritsch oder Elwetritschen ist ein vogelähnliches Fabelwesen, von dem in Südwestdeutschland und hier vor allem in der Pfalz berichtet wird. Man könnte sie als lokale Entsprechung zum bayerischen Wolpertinger bezeichnen).

Weiter ging es aus der Stadt hinaus über die herrlichen Rebanlagen in Richtung Mußbach. Dort übernachteten wir im Gasthaus zum Hirsch.

Am zweiten Tag wanderten wir zurück zum Wanderweg deutsche Weinstrasse über die Örtchen Gimmeldingen und Königsbach. Die Strecke verläuft hier wild romantisch direkt am Hang durch die Ausläufer des Pfälzer Waldes zum Pfalzblick, ein auf der Anhöhe liegendes Ausflugslokal mit wunderschönem Aussicht hinein in das Pfälzer Weinbaugebiet. Unterhalb des Turnerehrenmals verließen wir den Wanderweg um in Richtung Deidesheim abzubiegen. Ziel war die Freitreppe am historischen Rathaus im Zentrum der Stadt. Hier wurde vor einigen Jahren ein Gruppenfoto der Radlertruppe vom Ausgleichssport geschossen, wir Wanderer legten in diesem Jahr mit einem weiteren Bild nach. Deidesheim mit seiner Gastronomie wurde durch Altbundeskanzler Kohl weltberühmt. Alle Staatsgäste „mussten oder durften" Pfälzer Saumagen, das pfälzische Traditionsgericht im Deidesheimer Hof speisen. Wir wanderten weiter wieder in Richtung Wanderweg durch das Weinörtchen Forst. Im Weingut Hermann Spindler legten wir eine Mittagsrast unter den Kastanienbäumen im schönen Gutsgarten ein. Die Ortswahl erwies sich nach kurzer Zeit als „Sechser im Lotto". Petrus zeigte sich gegenüber den Winzern von seiner guten Seite und sorgte für einen kurzen weichen Regenguss. Alle Gäste im Garten flüchteten in das Haus. Alle Gäste? Nein, eine Schar statthafter Ausgleichssportler konnten dank dichtem Kastanienlaub über den Köpfen weiterhin im Trockenen die Mittagsrast fortsetzen. Nach der Stärkung ging es vorbei an der Wachtenburg nach Wachenheim.

(Die Wachtenburg ist eine Burgruine oberhalb von Wachenheim. Die Burg stammt vermutlich aus dem 12. Jahrhundert und wurde wahrscheinlich auf Anordnung Konrads von Hohenstaufen erbaut. Die erste urkundliche Erwähnung der Burg stammt aus dem Jahr 1257. 1689 wurde eine Hälfte des Bergfrieds durch französische Truppen gesprengt.)

Auf dem Weg hinaus aus dem kleinen Örtchen besuchten wir noch einen Flohmarkt, dessen Erlös dem Erhalt der St. Georgs Kirche zugute kam. Nächstes Etappenziel war der Kurort Bad Dürkheim. Vor den Toren des Ortes legten wir eine kleine Rast ein in der alle noch vorhandenen Vorräte „vertilgt" wurden. Das Wahrzeichen Bad Dürkheims ist das größte Weinfass der Welt mit einem theoretischen Fassungsvermögen von 1.700.000 Litern. Theoretisch deshalb, weil dieses Fass bis heute nur Wein in Gläsern und Flaschen gesehen hat. Zur Reife war noch kein Tropfen des edlen Nasses in dem Fass. Im Kaffee Palmengarten genossen wir den Service von Peggy und stärkten uns bei Kaffe und Kuchen für die letzte Tagesetappe. Aus Bad Dürkheim heraus wanderten wir vorbei am durch Brandstiftung zwei mal abgebrannten Gradierwerk und dem Römischen Weingut „Weilberg" nach Kallstadt. Im Weingut Walter Schuster wurde uns telefonisch aus Berkheim der 4:1 Sieg des VFB-Stuttgart gegen Wolfsburg übermittelt. Übernachtet wurde im Kallstadter Landhaus.

Am Sonntag traten wir um 09:00 Uhr den letzten Teil der Wanderung an. Die Deutsche-Weinstrasse führte uns aus Kallstadt heraus in Richtung Leistadt, Weisenheim am Berg, Bobenheim am Berg über Kleinkarlbach durch die rießigen Weinberge bis zum alten Burgdorf Neuleiningen. Dieses 750 Jahre alte Burgdorf musste erst mit einem kurzen heftigen Anstieg erkämpft werden. Die Mühen haben sich gelohnt, das Burgdorf ist absolut sehenswert. Die Burg liegt auf einem Vorberg der Haardt am Nordostrand des Pfälzerwaldes. Hoch über dem linken Ufer des Eckbachs gruppiert sich das Dorf in etwa 300 m Höhe um die Burg. Der Südostturm ist heute ein begehbarer Aussichtsturm. Die beiden oberen Geschosse dieses Turms sind zu einem kleinen Heimatmuseum ausgebaut.Den letzte Anstieg hinter Neuleiningen brachten wir recht schnell hinter uns. Von dieser Anhöhe beim Haus Sonnenberg sahen wir auch schon unser Etappenziel Grünstadt, weiter unten im Tal. In Grünstadt fanden wir schnell ein nettes Lokal in dem wir vor der Abfahrt unser Abschiedsessen zu uns nahmen. Wir ließen die vergangenen drei Tage nochmals Revue passieren und genossen den hervorragenden Service von Aida beim Italiener Da Toni.

Bis auf den kurzen Mittagsschauer am zweiten Tag zeigte sich Petrus sehr gnädig mit uns. Nach morgentlicher Kühle scheinte fast durchgehend die Sonne, also ideales Wanderwetter. Das es auch anders gehen kann erlebten wir im InterRegio kurz vor Stuttgart. Hier ging kurz mal die Welt unter. Starkregen und Hagel sorgten für eine ungewohnte Geräuschkulisse im Wagon, es war nicht möglich aus den Fenstern zu sehen. Gegen 18:00 Uhr erreichten wir Berkheim. Nochmals ein herzliches Dankeschön für die Ausarbeitung und Führung der Wanderung an unseren Guide Gerhard Fauser. Wir freuen uns alle auf das nächste Jahr und sind gespannt, wohin uns dann der Weg führt.

© Peter Pahl

 

 


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GerhardN

JuergenR NorbertK PeterP
PeterW RolfK WalterS WolfgangM

 

Gruppe

 

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Fotos: Norbert Küchler, Peter Pahl, Jürgen Reutter


3-tägige Wanderung über den Heilbronner Weg vom 06.09.2009 bis 08.09.2009

 Nachdem im letzten Jahr die geplante Tour förmlich im Schnee und Nebel versank wagten die alpinen Wanderer des Ausgleichssports einen neuen Anlauf. Die neun Teilnehmer fuhren am Sonntag früh morgens in Richtung Oberstdorf zum Parkplatz der Fellhornbahn. Vom Parkplatz führte der Weg durch das Stillach-Tal über Birgsau (956m) und Einödsbach. Im dortigen Berggasthof gab es für die Truppe die letzte Stärkung vor dem eigentlichen Aufstieg. Der schöne Wanderweg führte hinauf über die Petersalpe zur Enzianhütte (1804m) und weiter zum eigentlichen Tagesziel, dem idealen Ausgangspunkt der Rappenseehütte auf 2093m. In der Hütte bekamen wir als größere Gruppe noch ein 9 Betten-Zimmer zugewiesen.

Nach durchschnarchter Nacht starteten wir am nächsten Morgen erst mal hinauf über die Flanke des Hohen Lichts. Der Heilbronner Weg ist mit seinen über 100 Jahren einer der traditionsreichsten Höhenwege im Allgäu. Der Abschnitt zwischen dem Bockkarjoch und dem Steinschartenkopf ist gut mit Drahtseilen und Leitern versichert und damit im Gegensatz zur restlichen Wegstrecke nicht als Höhenweg, sondern als gesicherter Steig einzustufen der trotzdem Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordert. Der Weg verläuft zwischen 2.400 und 2.650 Höhenmeter und bietet ein Alpenpanorama mit vielen wunderbaren Ausblicken. Wir hatten an allen drei Tagen ein stabiles Spätsommerwetter und somit auch keine Schwierigkeiten mit nassen Kletterpassagen.

Der Weg führte uns weiter über das „Heilbronner Törle", einer engen Felsspalte hinauf zum Steinschartenkopf der über eine eiserne Leite erklommen wurde. Auf dem Bockkarkopf (2608 m) legten wir eine Mittagspause ein. Der Bockkarkopf ist der neunthöchste Gipfel und Teil des Hauptkamms der Allgäuer Alpen und befindet sich zwischen dem Wilden Mann im Südwesten und der Hochfrottspitze im Nordosten. Im Laufe der Wanderung passierten wir mehrmals die Grenze zwischen Bayern und Tirol die hier über den Grat verläuft. Der kurze aber steile Abstieg zur Bockartscharte konnte bei dem sonnigen Wetter problemlos bewältigt werden. Hier trennt sich der Weg hinunter zum Waltenberger Haus. Wir wanderten weiter an der Flanke der Mädelegabel und Schwarzmilzferner und querten das einzige dauerhafte Firnfeld in den Allgäuer Alpen. Dank der kräftigen Septembersonne konnte das Firnfeld ohne Grödel überquert werden, da um diese Uhrzeit der Firn weich und sulzig war. Über grüne karge Matten ging es an der Flanke des Krazer bis zum Mädele-Joch (1974 m). Von dort aus sahen wir unser Tagesziel, die Kemptner-Hütte noch einige hundert Meter unter uns. Nach ca. 7 h Wegstrecke mussten nochmal alle Sinne für den Abstieg durch die Geröllhalde und den teilweise engen Kamin geschärft werden. Auch in der Kemptner-Hütte bekamen wir dank unserer Schnellläufer ein „eigenes" Zimmer. Das schon erwähnte Spätsommerwetter lockte viele Wanderer auf die Strecke, beide Hütten waren so gut wie ausgebucht.

Am nächsten Morgen umrundeten wir den Sperrbach-Tobel in einem weiten Bogen zur anderen Talseite hin und steigen talwärts ab. Spielmannsau im Trettachtal war schnell erreicht. Um zu unseren Fahrzeugen zu gelangen mussten wir den westlich gelegenen Himmelsschrofen umrunden. Nach einigen Kilometern Fußmarsch erreichten wir den Parkplatz und zwei Kameraden kühlten die heiß gelaufenen Füße in der Stillach erst einmal ab. Wir hatten drei wunderschöne, durch unseren Guide Walter bestens vorbereitete Tage in den Allgäuer Alpen. Die Bilanz von ca. 38 km und 1.800 Höhenmetern Auf- wie Abstieg kann sich sehen lassen. Alle Teilnehmer sind abgesehen von kleinen Blasen und Prellungen gesund wieder zu Hause angekommen. Wir freuen uns auf das nächste Jahr.

© Peter Pahl

 

 

GPS Wegstrecke der Wanderung

 

 

WalterT 

DieterT GerhardT HelmutT

HermannT

ManfredT NorbertT PeterT WolfgangT

 

HW Gruppenbild

 Profil hw

 

   
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Fotos: Norbert Küchler, Peter Pahl, Hermann Vogt


Glühweinfest auf Josefs Stückle

Nach der Kinderweihnachtsfeier ging es wieder in Josefs Wald um den Jahresabschluss zu feiern

 

 

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Sommerfest 2009

 

Der Deutsche Wetterdienst sorgte mal wieder für eine passende Vorhersage:

"An der Südflanke eines Tiefdruckgebietes über der Nordsee und Südskandinavien wird mit lebhafter westlicher Strömung wolkenreiche und kühle Meeresluft nach Mitteleuropa geführt. Achtung Starkregengefahr"

Wir sind nicht dazu gekommen das Zelt aufzustellen, binnen weniger Minuten waren alle Anwesenden bis auf die Haut durchnässt.

Das Fest wurde, Hermann herzlichen Dank, in die Garage zu Hermann verlegt.

Danke nochmal an alle die tatkräftig bei der Organisation und Durchführung mitgeholfen haben.

 

 

 

  • Sommerfest2009_01

Fotos: Wolfgang Höschle, Peter Pahl

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